Internationale Marschmusikbewertung
in Belgien in Hamont
Der Musikverein Rabnitztal-Eggersdorf nahm als einzige österreichische Kapelle von 10.-11. Mai 2008 an einem internationalen Marsch und Showwettbewerb in Hamont  teil.

Der Musikverein Rabnitztal Eggersdorf stellte sich mit seinem Programm der Jury bei den „24.MARS-en SHOWWETSTRIJDEN“.
Bei diesem internationalen Wettbewerb, bei dem  Drum- und Showbands, sowie Spielmanns- und Fanfarenzüge aus ganz Europa teilnahmen, konnte der Musikverein Rabnitztal-Eggersdorf in der zweithöchsten Disziplin eine hervorragende Bewertung erreichen.. Mit 81 von 100 Punkten wurden die Vorführungen der Rabnitztaler mit einem ersten Preis durch die Jury und mit großartigem Applaus belohnt.

Fotos vom Samstag
Fotos vom Sonntagvormittag
Fotos vom Sonntagnachmittag (Show)
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Die Show auf Video

Eine Zusammenfassung von Magdalena, Julia und Simon:

Am 9. Mai, zu den Pinksterdagen (Zu Pfingsten), um 19:50 Uhr startete der Tourbus des MV-Rabnitztal nach einer letzten kurzen Probe. Vor uns lagen 1.065 km sprich mindestens 15 Stunden Busfahrt - Klopause inklusive.

Um uns perfekt vorbereiten zu können, wurde die Konkurrenz in Form eines Filmes des Festivals in Hamont vom Jahre 2006 genauestens studiert.
Jeder hat seine andere Methode, sich die lange Busfahrt angenehmer zu gestalten; einer schwörte auf seine Sonnenbrille, die meisten auf Decken und Polster. Zwischendurch versuchte man sich aus der Standard-Sitz-Position zu befreien und durch Füße hochlagern die Blutzirkulation wieder einigermaßen wiederherzustellen. Die Aussage eines Musikkollegen: „Zumindest haben Teile von mir geschlafen“, erklärt alles.
Unser stellvertretender(?) Kassier Jürgen übergab jedem noch 20€ Taschengeld, womit wir uns dann gleich um 7:00 morgens Würstel aus dem buseigenen Würstelkocher kauften.

Natürlich wollte jeder einzelne von uns in Belgien mit dabei sein, unserer unentbehrlicher Raimi stieß am Kölner Flughafen zu uns, unsere Moni flog sogar auf eigene Kosten einen Tag später nach.
Nachdem jeder den Versuch noch Schlafen zu können aufgegeben hatte, bewunderten wir mit Entzückung die hübschen Backkstein-Häuser und die liebevoll gepflegten Vorgärten.
Als wir um 10:10 endlich in Hamont – nahe der niederländische Grenze – ankamen, schlug uns sofort die Hitze ins Gesicht und wir erkundeten den Hauptplatz und versammelten uns schließlich in der „Sporthalle de Posthoorn“.
Dort  wurden uns die Gastfamilien zugeteilt und nach einem kurzen Kennenlernen fuhren wir heim um wieder zu Kräften kommen zu können. Beim Essen fiel uns auf, dass es in Belgien ungefähr 1000 verschiedene Arten gibt Mayonnaise zu verarbeiten.
Wo wir schon beim Essen sind –Belgien ist die Heimat der Pommes Frites und berühmt für seine Pralinen und den Käse. Natürlich auch für die vielen verschiedenen Biersorten; nebenbei bemerkt kostete das Bier in Hamont gleich viel wie Wasser.

Um ca 19:00 ging es los mit der ersten Vorstellungsrunde beim großen Taptoe auf dem Hauptplatz. Danach verfolgten wir die Shows anderen „Korpse“, wie die flämischen Belgier Kapellen oder Spielmannszüge bezeichnen.
Später am Abend zauberten die Organisatoren ein atemberaubendes Feuerwerk direkt über dem Platz. Anschließend war die Zeit frei mit den Gastfamilien zu verbringen.

Am Sonntag marschierten wir nach einer kurze Probe ins Altersheim, wo wir ein kleines Marsch-Konzert unter einem großen, schattenspendenden Baum zum Besten gaben. Dort bemerkten wir zum ersten Mal, dass der Radetzky-Marsch in den Lage Landen wohlbekannt ist und jedes belgische Herz höher schlagen lässt.
Bei schweißtreibenden 30°C stellten wir uns später schließlich mit unserem Programm der Jury bei dem „24e Internationale MARS- en SHOWWETSTRIJDEN“, und erfüllten unsere Mission. Wir haben den ersten Preis in der Klasse "i" errungen.
Nachdem die Vorführungen abgeschlossen waren, trafen  sich alle zum Verbrüderungsabend, wobei ein paar Korpse – so  auch wir – ein kleines Gastkonzert gaben. Früh merkten wir, dass wir, im Unterschied zu modernen Stücken wie Blues Brothers, mit traditioneller Volksmusik wie der Amselpolka oder dem Böhmischen Traum – um nur zwei der Hits zu nennen – das Publikum von den Sitzen reißen konnten. Zum Abschied beförderte der MV Rabnitztal das überwältigte Publikum noch in den Radetzky-Himmel.

Belgien war eine unvergessliche Erfahrung und wir freuen uns, dass wir schon gebeten wurden auch beim nächsten Mal wieder dabei zu sein.